Lade Dir den Flash Player um die Diashow zu sehen.

Info

Klaus Spencker ist ein in Hannover lebender Jazzgitarrist, Komponist und Bandleader. Mit seiner Musik spannt er einen weiten Bogen von Jazz bis elektronisch experimenteller Musik. Sein Stil, gespielt auf elektrischen und akustischen Gitarren, ist lyrisch, erzählend und facettenreich. Zum Jazz kam er nicht zuletzt durch den Einfluss von Klangimpressionisten wie Pat Metheny und John Abercrombie. In seinem Spiel sind Einflüsse aus Folk Music und Blues hörbar.

„Klaus Spenckers Ton ist weich, transparent und klar. Er spielt Gitarre und doch scheint es, als würden seine Töne nicht aus dem Holz und Stahl seines elektrischen Instruments fließen, sondern direkt aus ihm selbst. Jazz, der aus der Wärme kommt. Er besetzt ein Terrain, das auf der deutschen Jazzszene noch weitgehend unbesetzt ist. Sein sanftes Kolorit funktioniert wie ein Aquarell.“
(Wolf Kampmann, liner notes CD „December“)

Für mediale Aufmerksamkeit sorgte zuletzt die musikalisch-literarische Vortragsreihe „Van Tied to Tied“ mit dem Dichter Hans-Hermann Briese und dem eigens dafür zusammengestellten Quintett „Elements“. Neben der umfangreichen Berichterstattung in der Presse, sendete der NDR einen ausführlichen Beitrag in der Sendung „Play Jazz“. Mit diesem Projekt unterstreicht Klaus Spencker einmal mehr seine spartenübergreifende Musikauffassung.

Seit dem Erscheinen seiner Debut CD „Invisible“ hat Klaus Spencker regelmäßig Trio-Besetzungen ins Leben gerufen. Mit dem Bassisten Marc Muellbauer und dem Schlagzeuger Heinrich Köbberling veröffentlichte er 2011 die CD „December“. Im März 2017 startete das Klaus Spencker Trio in veränderter Besetzung mit Bertram Lehman, Schlagzeug, und Peter Schwebs am Bass in eine neue Phase.

„The Music of the Klaus Spencker Trio ist extremely natural and organic. The writing and playing both are on a high level, I recommend it.“ (John Abercrombie liner notes „December“)

„Spenckers musikalischer Ansatz ist nicht rückwärtsgewandt – auch wenn er seinen Auftritt als Quintessenz seines Schaffens ankündigt. Sein Stil mit flüssigen Phrasen, logischen Pausen und aufregenden Glissandi ist von hohem Wiedererkennungswert. Seine Kompositionen breiten sich stilistisch zwischen verwinkelten Reharmonisierungen, lyrischem Feinsinn und rockigen Drangphasen aus. Manchmal experimentiert Spencker mit elektronisch verfremdeten Gitarrensounds. Damit macht er Avantgarde Fans froh, aber Fans von Pat Metheny, Bill Frisell oder John Scofield im Verlauf des Abends mit lässiger Melodik ebenso. Eine Musik voller spannender Details, die sich nie in ebendiesen verliert.”(HAZ über das Klaus Spencker Trio, Mai 2017)

Klaus Spencker gehört zur Stammbesetzung der Big Band „Fette Hupe“. Als stilistisch vielseitiger Begleiter und Solist ist er auf den CD Produktionen „Godchild“ und „Duke Ellington – Sacred Concerts“, letzteres mit dem „Jungen Vokalensemble Hannover“, zu hören. Des Weiteren war er an Produktionen mit Frederik Köster, Nils Wogram, Jürgen Friedrich, Klaus Heidenreich, Laura Winkler und Julia Hülsmann beteiligt.

Im „Tonhallen Orchester“ ist Klaus Spencker regelmäßig zu Gast. In diesem Zusammenhang entstanden Konzerte mit Phil Minton, Carl Ludwig Hübsch, Kalle Kalima, Gabriel Coburger, Simone Rose und Irene Kepl.

Mit elektronisch-experimenteller Musik ist er in verschiedenen Projekten zwischen Klangperformance und und Freejazz zu hören. Besonders erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang die Solo CD „True“ und die Multimediale Performance „100 Jahre 1. Weltkrieg – Psychogramm einer Epoche“ aus dem Jahr 2014, die u. a. in der Marktkirche Hannover aufgeführt wurde.

Am Institut für Musik und Musikwissenschaft der Universität Hildesheim arbeitet Klaus Spencker als Instrumentalpädagoge und Ensembleleiter. Das von ihm geleitete Jazzensemble „No Matter What“ ist eine feste Größe im kulturellen Betrieb der Universität und darüber hinaus. Seit Anfang 2013 arbeitet er zudem Lehrer für E-Gitarre und Bandcoach an der Musikschule der Stadt Wolfsburg. Seit Herbst 2017 ist er Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover.

Klaus Spencker studierte an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Er nahm u. a. an Workshops mit Jim Hall, John Abercrombie und Peter O’Mara teil.
Als Stipendiat besuchte er das Berklee College of Music in Boston/USA. Dort studierte er u. a. bei Ed Tomassi, Hal Crook, Rick Peckham und John Damien. Privatunterricht und Clinics bei Mick Goodrick, John Scofield, Pat Martino, Dave Liebmann und Joe Lovano rundeten seine Ausbildung ab. Er erhielt das Berklee in Germany Scholarship, das Berklee Best Scholarship, den Chair Award des Berklee Guitar Departments und war Mitglied des Berklee Concert Jazz Orchesters unter der Leitung von Greg Hopkins.